Rauchmelder – günstige Lebensretter

Im Schlaf ruht auch unser Geruchssinn,Rauchmelder retten Leben Qualm und Rauch nehmen wir also nicht wahr. Kaum verwunderlich also, dass 70 Prozent aller Brandopfer im Schlaf von den Flammen überrascht werden. Über 90 Prozent dieser Brandopfer sterben infolge einer Rauchvergiftung. Viele Todesfälle hätten mit dem Einsatz eines simplen Rauchmelders verhindert werden können. Zwar sind die Brandmelder in einigen Bundesländern inzwischen Pflicht, doch längst nicht jeder Haushalt ist auch damit ausgestattet. Dabei kosten solche Melder heutzutage nicht mehr viel. Besonders nicht wenn man bedenkt, dass sie im Notfall Leben retten können.

 

Safety First

Damit ein Rauchmelder bei uns verkauft werden darf muss er einige Anforderungen erfüllen, die in der DIN 14604 festgelegt sind. Zu diesen Anforderungen gehören beispielsweise:

  • Batteriestörungsmeldung muss vorhanden sein, 30 Tage bevor sie leer ist muss der Melder das ankündigen
  • Die Rauchkammer muss gegen das Eindringen von Fremdkörpern gesichert sein und gleichzeitig Rauch von allen Seiten eindringen können
  • Das Alarmsignal muss mindestens 85dB(A) laut sein
  • Herstellerkennzeichnung auf dem Gehäuse
  • Testknopf zur Funktionsüberprüfung

Das sind wohlbemerkt die Mindestanforderungen für die Zulassung in Deutschland. Darüber hinaus gibt es einige weitere Anerkennungen und Zertifizierungen für Melder, die noch höhere Bedingungen zu erfüllen haben. So beispielsweise das VdS-Zertifikat oder das Label „‚Q‘ wie Qualität„.

Rauchmelder oder ein Rauchmeldernetzwerk?

Ob einzelne Rauchmelder ausreichen oder ob man sich lieber Funkrauchmelder zulegt, die man untereinander vernetzt entscheidet hauptsächlich Schnitt und Größe der Wohnung. In Wohnungen, die sich auf eine Etage erstrecken reichen einzelne Rauchmelder im Normalfall aus. Der Alarmton ist laut genug, um auch in einer 3- oder 4-Raum-Wohnung alle Personen zu alarmieren. Anders ist es, wenn man ein ganzes Haus bewohnt oder sich die Wohnung über mehrere Etagen erstreckt.

Damit Hausbewohner es hier auch im Schlafzimmer im oberen Geschoss mitbekommen, wenn es im Keller brennt, sollten die Rauchmelder miteinander vernetzt werden. Insbesondere wenn sich noch ein oder zwei Türen dazwischen befinden könnte der Alarmton aus dem Keller sonst zu leise sein, um wirklich alle Personen zu warnen. Auch wenn mehrere Generationen unter einem Dach leben empfehlen sich Funkrauchmelder. Denn nicht nur bei älteren Personen lässt das Gehör im Alter oft nach. Kinder nehmen den Alarmton im Schlaf nachweislich ebenso nicht besonders gut wahr.

Während bei einzelnen Rauchmeldern nur dort der Alarm ertönt, wo der Rauch im Melder anschlägt, melden bei Funkrauchmeldern alle miteinander gekoppelten Geräte einen Alarm aus. Auch empfehlenswelt sind die Funkmelder also in Firmen, der Garage oder Lagerhallen.

Bei Neubauten ist zu überlegen, ob man nicht auf Vernetzung per Kabel zurück greift. Bei Nachrüstungen ist dies in der Regel zu aufwändig. Hier sollte zu Funkrauchmeldern gegriffen werden. Diese unterscheiden sich in Handhabung und Montage nicht von einfache Rauchmeldern, können aber per integriertem oder zusätzlichem Funkmodul miteinander vernetzt werden.

Installation

Wie zuverlässig und effektiv Rauch- und Brandmelder arbeiten hängt auch von deren Standort ab. Erfahren Sie, wie und wo Rauchmelder angebracht werden müssen um höchstmögliche Sicherheit zu bieten und wo sie auf keinen Fall montiert werden dürfen. Damit Rauchmelder größmöglichen Schutz bieten, sollte man ein paar Grundregeln beachten, die es hier nachzulesen gibt.

Bei Gasmeldern verhält es sich mit dem Aufstellen allgemeingültiger Regeln etwas schwieriger. Da alle Gase verschiedene Eigenschaften haben, muss man sich vorher über die Risiken, die man berürchtet informieren. Auf diesem Weg kann herausgefunden werden, wo sich gefährliche Gase am ehesten sammeln würden und wo dementsprechend ein Gasmelder sinnvoll wäre. Eine Übersicht zu den häufigsten gefährlichen Gasen sowie Hinweise zur Montage entsprechender Gasmelder gibt es hier.